Aufgaben des Schützenbezirks

§ 2 der Statuten des Schützenbundes

Zweck des Bundes und der ihn angeschlossenen Schützenkompanien sowie Schützenkapellen ist:

Die Treue zu Gott, Festhalten am christlichen Glauben – überlieferter Väterglaube – und am geistig- kulturellen Erbe der Vorfahren

Der Schutz der Heimat und der Tiroler Lebens- und Wesensart

Die Einheit des Landes Tirol, die beispielgebende Ausübung der Rechte und Pflichten der Südtiroler zur Erhaltung der Tiroler Wesensart und zur Existenzsicherung der deutschen und ladinischen Volksgruppe in der angestammten Heimat

Die Freiheit und Würde des Menschen

Die Pflege des Tiroler Schützenbrauchs, der heimatlichen Trachten und der heimatlichen Landschaft und Natur

Aus diesen Zielsetzungen lassen sich eine Reihe von volkstumspolitischen, kulturellen und solidarische Aufgaben ableiten. Wir laden Sie herzlich ein, diese auf der Internetseite des Südtiroler Schützenbundes unter “Statuten” genauer kennen zu lernen.

Funktion des Schützenbezirkes im Bund

Der Schützenbezirk Brixen im Südtiroler Schützenbund

Der Südtiroler Schützenbund mit seinen ca. 140 Mitgliedskompanien- und Kapellen ist in sieben Bezirke gegliedert, welche im Wesentlichen die Funktion als Bindeglied im Willensbildungsprozess und im Informationsaustausch zwischen Bund und Kompanien ausüben.

In Organisatorischer Hinsicht sieht das SSB- Statut für die Bezirke folgende Funktionen vor: Die Bezirksversammlung, bestehend aus der Bezirksleitung und den Hauptleuten bzw. deren Stellvertreter oder Delegierten als Kompanievertreter,

wählt den Bezirksmajor, der Sitz und Stimme in der Bundesleitung, dem obersten Leitungsgremium des Bundes hat

bestimmt die Delegierten des Bezirkes (einen je 5 Kompanien), die Sitz und Stimme im Bundesausschuss haben

gibt ein verbindliches Gutachten bezüglich der Aufnahme in den Bund einer Kompanie aus dem Bezirk ab

macht Kandidatenvorschläge für die Wahl des Landeskommandanten und der weitern in der Bundesversammlung zu wählenden Mitglieder der Bundesleitung.

Nicht weniger wichtig und viel aufwendiger und umfangreicher sind aber die Aufgaben des Bezirkes und der Bezirksleitung, welche in der Umsetzung der Programme und Veranstaltungen des Bundes gleichwie in der Koordinierung und Unterstützung der Mitgliedskompanien in ihrer Tätigkeit anfallen.

Eigene Aufgaben und Initiativen

Die Einsatzfreude und die Gestaltungskraft der verantwortlichen Offiziere und Referenten der Bezirksleitung und der Bezirksversammlung ist vor allem dann gefragt, wenn es die Ziele des Schützenwesens auch mit eigenen Ideen und Initiativen der Bezirke zu verwirklichen gilt.

Dabei habe sich im Schützenbezirk Brixen in den letzten Jahrzehnten im Einsatz für die Tiroler Heimat folgende Schwerpunkte herauskristallisiert:

  • Erhaltung und Restaurierung alter Kulturgüter
  • Wachhalten der Erinnerung an historische Ereignisse und Persönlichkeiten durch würdige Gedenkfeiern
  • Aufarbeitung der Geschichte und Vermittlung des Tirolbewusstseins durch die Herausgabe von Schriften
  • Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten durch Schulungen, Vorträge und Ausstellungen
  • Förderung der Verbundenheit mit dem Vaterland Österreich, dem deutschen Kulturraum sowie mit den ehemals in der Donaumonarchie verbundenen Ländern durch Lehrfahrten
  • Wachhaltung der Schützentradition und Pflege der Kameradschaft durch Bezirksfeste, -bälle und -tage, gleichwie durch Bezirksschießen und Rundenwettkämpfe
  • Pflege des kirchlichen Brauchtums und Teilnahme an kirchlichen Feiern

Sehr geehrte Besucherin, werter Besucher,

wir laden Sie ein, sich in den verschiedenen Seiten unserer Homepage ein Bild davon zu machen, wie der Bezirk diese Schwerpunkte in seiner Tätigkeit im laufe eines Jahres im Einzelnen umzusetzen versucht und wir bitten Sie, uns in unserem Einsatz für Heimat und Glaube wohlwollend zu begleiten.

Tirol ist nur ein kleines Land, das Herzstück der Alpen nennt man es. In der Donaumonarchie war es nur eines der Kronländer.

Dem Schützenbezirk Brixen, war, und ist es weiterhin ein Anliegen unsere Nachbarn in Mitteleuropa zu besuchen, Land und Leute kennenzulernen.

Durch diese Bildungsfahrten sehen wir unsere Heimat in größeren Zusammenhängen, ein erweitertes, offeneres Weltbild ist die Folge.

Hier eine Aufstellung in Kurzform der 21 Lehrfahrten:

1986 ging die erste Lehrfahrt im November in die Bundeshauptstadt Wien mit 50 Teilnehmern mit dem Schwerpunkt Wien kennen zu lernen.

Im April 1988 war die 2. Wienfahrt auf dem Programm, wo wir vom Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim empfangen wurden.

Zum 50 jährigem Gedenken an die Option besuchten wir 1989 unsere ausgewanderten Landsleute mit 50 Personen mit einem Tiroler Abend in Salzburg.

50 Personen besuchten im Rahmen einer Lehrfahrt im Oktober 1990 das Kanaltal.

Als der eiserne Vorhang durchlässiger wurden, war vom 25. -28. April 1991 eine Studienfahrt nach Budapest geplant, wo wir vom damaligen Staatspräsidenten Abath Gönz empfangen wurden sowie einen Empfang in der Österreichischen Botschaft hatten.

1992 eine Fahrt mit 50 Personen in die Goldene Stadt Prag, wo wir vom Erzbischof sowie vom Österreichischen Botschafter empfangen wurden und das Denkmal in Königgrätz besuchten.

1993 war im April eine Reise nach Ungarn auf dem Programm mit Besuch des Kaiserin Elisabeth Denkmals in Vezeprin, Heeresmuseum, Kathedrale in Estergon sowie ein Empfang vom höchsten Militär- Vertreter.

1993 gab es neuerdings eine Lehrreise nach Wien, diesmal für die Jungschützen.

Aufgrund der fleißigen Beitrags- Suche des Majors, war dies 4 – Tages Fahrt für 50 Personen beinahe umsonst. Durch Beziehungen zu Hofrat Erik Engel war es möglich, dass die Jungschützen in der Hofburg vom damaligen Bundespräsident Dr. Thomas Klestil empfangen wurden

Auf den Tag genau zum 50 jährigen Gedenken des Attentats am 23.03.2944 in der Via Rasella in Rom ein Totengedenken im Soldatenfriedhof von Pomezia mit vorherigem Empfang von Papst Johannes Paul im Rahmen der Generalaudienz im Petersdom, wo zum ersten Mal Tiroler Schützen einmarschierten.

1995 zum 50 jährigen Gedenken der Bombardierung Dresdens zum 1. Mal mit einem Doppeldecker, der 74 Leuten Platz bot.

1996 ging die Lehrfahrt auf Einladung des EU- Parlamentariers Dr. Michl Ebner nach Straßburg mit Empfang im Parlament und Besichtigungen und an einem Tag besuchten die 70 Personen auch Elsass.

Zum Abschluss des Herz Jesu Gedenkjahres mit dem Päpstlichen Segen sowie der Seligsprechung der Tiroler Pfarrer Otto Neururer und Pater Jakob Gapp vom 21. bis 24. November 1996 waren 120 Personen in Rom dabei.

1997 im April eine Studienfahrt nach Oberösterreich mit dem Schwerpunkt Stift St. Florian – Melk usw. mit 60 Personen.

Zum 80 jährigen Gedenken an die 12. Isonzo Schlacht eine Gedenkfahrt vom 22. 24. Oktober 1997 mit 120 Personen mit Totengedenken in Soca und Front- Besichtigung.

Im April 1998 eine Lehrfahrt wiederum nach Wien anlässlich des 100 Todesjahres von Kaisern Sissi mit 70 Personen für 4 Tage.

Zum 80 jährigen Gedenken eine Flugreise mit 80 Personen nach Lemberg, dort Friedhofsbesuch in Hijcze und weiterer Sehenswürdigkeiten. Teilnehmer aus ganz Tirol -

1999 ging die Fahrt für 4 Tage nach Rieti, wo der Soldatenfriedhof von Montecasino und das Kloster Monte Casino besucht wurden und in Rom das Senatsgebäude usw. mit 120 Personen.

Im Jahr 2000 fuhren wir wieder mit 70 Personen nach Dresden, wo wir in der Frauen- Unterkirche schon einen Gottesdienst hatten.

Im Jahr 2001 besuchten wir mit 100 Teilnehmern für vier Tage Slovenien

Im April 2002 war unsere Patenstadt Regensburg an der Reihe. Unsere Gruppe mit 100 Personen wurde vom Oberbürgermeister im prunkvollen Rathaussaal empfangen.

Bei der Heiligsprechung von Pater Josef Freinademetz auf dem Petersplatz in Rom war unser Bezirk am 03.10.2003 mit 80 Personen dabei.

Ebenso war es für uns Schützen eine Ehre, bei der Seligsprechung am 05.10.2004 unseres letzten Kaisers Karl I. mit 50 Personen dabei zu sein, um die Verbundenheit zum Österreich und zum Hause Habsburg zu beweisen

Dies waren 21 Lehr- Gedenk- oder Studienreisen, wo immer auch Teilnehmer außerhalb unseres Bezirkes dabei waren. Dass unsere Fahrten begehrt sind, beweist die kommende Lehrfahrt vom 22. – 25. April 2006 nach Dresden, die innerhalb von zwei Wochen mit 70 Personen ausgebucht ist.