In Mühlbach hat der Schützenbezirk Brixen seinen 34. Bezirkstag und seine 58. Generalversammlung ausgetragen. Politisch wurde es, als die Ehrengäste das Wort er griffen. Eröffnet wurde der Bezirkstag mit dem Einzug der vollzähligen Kompanieabordnungen samt Ehrengästen– darunter Bürgermeister Heinrich Seppi, der Bezirksmajor von Burggrafenamt/Passeier Hannes Holzner für die Bundesleitung, die Ehrenmitglieder Rosa Kaser und Sepp Kirchler sowie Freunde aus dem Schützenlandkreis Regensburg und der Vereinigung der Traditionsverbände Mitteleuropa VTM.  Den Gottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte Pfarrer Fabian Tirler, die Bürgerkapelle Mühlbach und der Männerchor Schalders gestalteten ihn mit. Nach der Fahnensegnung versammelten sich die Schützen im Graf-Meinhard-Haus zur Vollversammlung. Bezirksmajor Florian Lechner und die Bezirksreferenten ließen die Veranstaltungen und Ausrückungen des Jahres 2025 Revue passieren, die organisiert worden waren, um „die kameradschaftliche Gemeinschaft zu pflegen und das Schützenwesen würdig zu vertreten“. Hervorgehoben wurden u.a. das Projekt „Kennenlernen der Tiroler Wallfahrtsorte“, das im Vorjahr ins ladinische Olieda Fodom, Buchenstein, führte, die Gedenkveranstaltung „Südtirol  dankt Bruno Kreisky“ in Brixen und die heurige vom Schützenbezirk Brixen ausgetragene Andreas-Hofer-Feier in Mantua.  In der äVorschau lud Jungschützenbetreuerin Kathrin Faller die Jungschützen zum Zeltlager im Juli in Aicha ein. Bezirksmarketenderin Mirjam Cestari kündigte die Einführung eines Willkommenstages für Marketenderinnen–auch mit inhaltlichem Austausch– an. Kulturreferent Hubert Larcher teilte mit, dass die heurige Bezirkswallfahrt am 25.Mai nach Kartitsch (Bezirk Lienz, Tirol) führt. Exerzierreferent Albin Huber appellierte an alle Offiziere zur Teilnahme am Bezirksexerzieren am 11. April in Natz. Bezirksschießleiter Arnold Erlacher prämierte die 26 Gruppen, die am  Rundenwettkampf im Scheibenschießen teilgenommen hatten. In der Gruppe B siegte Brixen 1 vor Schabs und Brixen 2;  in der Gruppe A Schalders vor Rodeneck 1 und Villanders 1. Das beste Einzelergebniserzielte Matthias Lambacher aus Villnöß, den besten Tiefschuss Julia Oberhofer aus Meransen. Auch Ehrungen fehlten nicht. Die Nadel in Silber erhielten Luis Gasser und sein Sohn Fabian (Klausen), Hubert Mair (Spinges), Gottlieb Webhofer (Villanders), Markus Mitterrutzner und Manuel Rabensteiner (Latzfons). Albin Huber, der seit 1997 der Kompanie Villanders angehört und seit 2011 in der Bezirksleitung tätig ist, wurde mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Bürgermeister Heinrich Seppi dankte den Schützen in seinen Grußworten für ihr ehrenamtliches Engagement. Gleichzeitig appellierte er angesichts der Autonomiereform, sich nicht in Zukunftsträumen und Obstruktion zu verlieren, sondern mit der Sammelpartei für die Anliegen der Bevölkerung einzutreten. Laut Seppi braucht es ein Schützentum, das die Ideale und Wertvorstellungen der Vorfahren ins Heute übersetzt. Der Bezirksmajor von Burggrafenamt/Passeier, Hannes Holzner, teilte Seppis Meinung nicht. Angesichts der Landesregierung, „die mit den Faschisten packelt“, und dem Jubel jener über die Autonomiereform-Verhandlungen in Rom, die den „Tirol“-Schriftzug verurteilten, sei es wichtig, dass „wir Schützen unsere Stimme erheben“. Der Schriftzug „Tirol“, den die Schützen während Olympia an mehreren Orten aufgestellt hatten und der bei der Versammlung auf der Bühne stand, zeige laut Florian Lechner, wo die Schützen hinwollten und herkommen. Grußworte überbrachten auch der Sektionsleiter Christian Berghammer von der Schützensektion Aubachtal und VTM-Obmann Alfred Ertl. Der Bezirkstag 2027 findet in Natz statt.