Aktuelles

Rundenwettkampf 2019

Der Rundenwettkampf geht nun langsam in…

ChronikGeschichtliches zum
Bezirk Brixen und seinen Schützen

Aspekte seiner historischen Entwicklung und seiner Stellung in der Tiroler Geschichte.
Ein Beitrag Zum Bezirksschützenfest und zum Jubiläum der Stadt Brixen vom Prof. Franz-Heinz v. Hye.

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Der Brixner Talkessel

Das Brixner Becken bildet, neben jenen von Innsbruck und Bozen, eine der wichtigsten Verkehrslandschaften des Landes Tirol. Alle drei Orte sind dadurch charakterisiert, dass in ihrem Beckenbereich in das jeweilige Haupttal ein zweites, verkehrstragendes Haupttal einmündet. In Innsbruck ist dies das den Brenner überschreitende Wipptal, in Bozen dessen südwärtige Verlängerung, das Eisacktal und im Brixner Becken findet das kommunikative Zusammentreffen des Pustertales mit dem Wipp- und Eisacktal statt. Es ist daher kein Wunder, dass diesen drei natürlichen Beckenlandschaften vom Menschen zentralörtliche Funktionen zugewiesen worden sind – dem einem Ort früher, dem anderen später.

Für Brixen fiel diese Entscheidung mit dem Jahre 901, als vor nun mehr als 1100 Jahren der alte Reichshof „Prihsna” an der Einmündung der Rienz in den Eisack durch König Ludwig das Kind dem Bischof von Säben geschenkt worden ist, was in den folgenden Jahrzehnten (spätestens bis 967) die Übersiedlung des Bischofssitzes von Säben herunter auf die bequeme Talebene von Brixen zur Folge hatte. Die Niederlassung des Bischofs, der seit den kaiserlichen Grafschafts-Schenkungen von 1027 und 1091 auch regierende Reichsfürst geworden war, verlieh dem Orte jene kirchlich-kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung, die noch im 10. Jahrhundert zur Anlage eines Marktes und hierauf im 11. Jahrhundert zur Erweiterung desselben zur Stadt (erste „urbs”-Nennung, 1050/65) geführt hat. Nach der Anlage der Stadt erhielt der ältere Markt die Bezeichnung Alter Markt bzw. die betreffende Straße die noch heute übliche Bezeichnung „Altenmarktgasse” (urkundlich belegt seit 1223). Fortan blieb Brixen bis zum heutigen Tage einer der zentralen Orte des Landes Tirol, wenngleich die Auflösung des Reichsfürstentums (1803) und die Verlegung der Bischofsresidenz im Zuge der Neuordnung der drei Tiroler Diözesen (1964) gewisse funktionale Reduktionen mit sich angebracht haben.

Mit diesen Feststellungen sind wir jedoch unserer generellen Darstellung zur Geschichte des gestammten Brixner Beckens weit vorausgeeilt und wollen nun versuchen, die Grundzüge der allgemeinen Siedlungs- Lind Verkehrsgeschichte des Brixner Beckens im Überblick darzustellen. Ein Blick auf die archäologischen Funde, z. B. der Mellauner Kultur der Älteren Eisenzeit um 750-350, sowie auf eine Reihe von vorrömischen und lateinischen Ortsnamen wie Lajen, Gufidaun, Albions, Albeins, Klerant, Elvas, Natz und Schabs sowie Spinges,Vals und Meransen auf der linken Seite des Eisacktales, wie nicht weniger Verdings, Schnauders, Schalders und Vahrn auf der rechten Seite illustrieren in aller Deutlichkeit, dass die erste Phase der Besiedlung in der vor Hochwasser geschützten Region auf den Terrassen und mäßig abfallenden Hanglagen der beiderseitigen Talhänge vor sich gegangen ist.

Die Anlage der Römerstraße vom Bozner Becken durch die Talenge bei Blumau bzw. durch den Kuntersweg um 300-312 ermöglichte es, nun endlich auch die Gunst der Tallage für den Verkehr zu nutzen, doch fand dies – abgesehen von der Säbener Klause nur wenig siedlungsmäßigen Niederschlag. Spuren der Römerstraße in diesem Abschnitt des Eisacktales sind der Meilenstein des Kaisers Maxentius von 312 in Blumau (Original im Bozner Museum) sowie der archäologisch festgestellte Straßenverlauf von Albeins, Sarns und Milland über Stufels, Elvas, Natz und Schabs, zu der durch das Cadore und das Pustertal dem Brenner zustrebenden Via Claudia Augusta Altinate.

Das Ende des antiken Imperium Romanum und damit das Ende der römischen Straßenverwaltung brachte dann überall dort den Verfall der Römerstraße, wo der natürlichen Erosion vor allem des Eisacks nicht mehr durch die pflegende Hand des Straßenverwalters entgegengewirkt worden ist. Eine Folge dieser veränderten Verhältnisse war es, dass Verkehr, Wirtschaft und Siedlung wieder in die sicheren Hochlagen zurückkehrten. Diese Entwicklungsphase fand dadurch dauerhaften, bis in unsere Tage wirksamen Ausdruck, dass eben in diesen Zeiten, spätestens seit dem Ende des 5. Jahrhunderts die von Süden her begonnene Verbreitung des Christentums und die Gründung nicht nur des Bischofssitzes auf Säben, sondern auch die Errichtung der ersten Pfarren und zwar nicht am Talboden, sondern vielfach hoch oben am Talhang stattgefunden hat. Die Sitze dieser Altpfarren im Eisacktal und im Brixner Becken befinden sich daher noch immer, wie zur Zeit ihrer Gründung, in jener Höhenlage, in der sich damals die Zentren der ländlichen Siedlung befanden und wo sich daher Verkehr, Wirtschaft und eben auch das religiöse Leben abgespielt haben. (Eine temporäre Sonderstellung nimmt allein Latzfons ein, dessen Pfarrsitz um 1210 zum 12-Apostel-Spital in der Eisackau ober Klausen verlegt worden ist). Konkrete Beispiele für diese Altpfarr-Sitze sind rechts des Eisacks, oben am Ritten Lengmoos, weiters Villanders, gefolgt von Säben, Latzfons und Feldthurns, jenen dörflichen Altgemeinden links des Eisacks, ebenfalls vorwiegend in Hochlage, die Sitze der Altpfarren in Völs am Schlern, Kastelruth, Albeins, St. Andrä, Natz, Rodeneck und Lüsen gegenüber stehen. Die Hochlage aller dieser Pfarrsitze erklärt sich nur aus dem Umstande, dass zum Zeitpunkt ihrer Errichtung die betreffenden Höhenwege einerseits am Talhang und andererseits im Bereich von waldreichen Übergängen wie z. B. in Lüsen mehr begangen und benützt worden sind als jene am hochwasserbedrohten Talboden.

Die neuerliche Rückkehr des Verkehrs zum bequemeren Talboden und dessen anfangs nur lose Besiedlung erfolgte erst Jahrhunderte später, brachte jedoch für den einmal fixierten Standort der Pfarrsitze in der Höhe meist keine Veränderung. Diese Talwärtsverschiebung des Verkehrs setzte greifbar im 10. Jahrhundert mit der Übersiedlung des Bischofssitzes von Säben herunter zum Reichshof „Prihsna” um 901-967 jedoch nur allmählich ein, d. h. der Verkehr hat noch bis gegen 1200 den Höhenweg bevorzugt. Namentlich zeigt sich dies in der Siedlungsentwicklung von Klausen, wo die Anlage der neuen Talstraße erst in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts begonnen hat. Untrügliche Indizien für diesen Vorgang und für die Talwärts-Verlagerung des Verkehrs sind die Gründung des 12-Apostel-Spitals in der Eisackau nördlich von Klausen um 1210 (vgl. oben!) sowie die seit ca. 1228 nachweisbare planmäßige Anlage der Stadtgasse von Klausen mit ihren planmäßig ausgesteckten Bauparzellen bzw. Häuserzeilen beiderseits der neuen Talstraße.

Die Verlagerung des Hauptverkehrs herab auf den Talboden bedeutete jedoch in keiner Weise, dass fortan die Höhenwege nicht mehr benützt worden wären. Hier muss man ganz entschieden zwischen dem überregionalen Transitverkehr von Politik und Handel, aber auch der Rompilger etc. und dem lokalen Verkehr unterscheiden, welcher der Kommunikation von Dorf zu Dorf, von Pfarre zu Pfarre gedient und besonders in Kriegszeiten größte strategische Bedeutung erlangt hat. All dies sowie die Wechselbeziehungen innerhalb der Pfarren und Gemeinden, die Prozessions- und Kreuzwege. spielten sich weiterhin auf den uralten Wegen auf den Talterrassen, Talhängen und Talübergängen etc. ab, wie z. B. in das Sarntal oder über Lüsen und Afers in das Gadertal. In unserer Zeit wurden diese Wege dann vielfach sogar zu relativ wichtigen Straßen umgebaut, die heute für die lokale Wirtschaft ebenso wenig verzichtbar wären wie für den Fremdenverkehr. Man denke etwa an die berühmt gewordenen Dolomitenstraßen.

Während die erste Welle der Christianisierung vom Patriarchat Aquileia her betrieben worden ist, was z. B. in den Pfarrpatrozinien von Albeins, den heiligen Fortunat und Hermagoras, dauerhafte Spuren hinterließ, erfolgte der zweite Schub der Christianisierung von Norden her und vollzog sich teilweise in enger Verbindung mit der bayerischen Landnahme seit dem 6. Jahrhundert. Untrügliche Zeugen dieses für den größten Teil Tirols maßgeblichen Vorganges, der sich fortan durch Jahrhunderte fortgesetzt hat, sind im hier behandelten Brixner Becken Ortsnamen wie Aicha, Rodeneck, Mühlbach, die Fra-, Griesbruck, Feldthurns, Pfeffersberg, Schrambach, Neustift etc. sowie unzählige Flurnamen, wie z. B. Eisackau, Roßlauf etc. Hinsichtlich der politischen Geschichte des Brixner Raumes ist festzustellen, dass es den Fürstbischöfen, die ja seit der Grafschaftsverleihung im Jahre 1027 die Herrschaftsgewalt in der gesamten Grafschaft zwischen dem Tierser- und dem Thinnebach im Süden bis zu Melach und Ziller im Inntal allein inne hatten, nur teilweise möglich war, diese gegenüber ihren „hilfreichen” Vögten zu behaupten.

So gelangten – allein im Eisacktal – die Landgerichte Rodeneck (Südgrenze Aferer Bach), Gufidaun (südwärts bis zum Grödner Bach) und Kastelruth sowie Völs (südwärts bis zum Tierser Bach), aber auch Feldthurns bis 1497 als fürstbischöfliche Erblehen an die Inhaber der Grafschaft Tirol. In der durch die betreffenden Wappen symbolisierten Darstellung der Hemschafts-Verfassung des „Hochstifts” oder geistlichen Fürstentums Brixen in der sogenannten Hofrats-Wartestube der Brixner Hofburg wird dies ausgedrückt durch die Wappen von Tirol Lind Görz und die Bemerkung „(Tirol und Görz) haben vom Stift Brixen zu Lehen” die Gerichtsherrschaftcn Rodeneck, Gufidaun, Kastelruth und Völs sowie Schöneck, Michaelsburg, Taufers und Utteiiheiiii, weiters das Passeier- und das Sarntal sowie „Straßburg” (Straßberg statt Sterzing), „Wellenberg” (= Vellenberg bei Innsbruck) u. a.

Dieser Aufzählung der als erbliche Lehen – de facto – an die Grafschaft Tirol verlorenen Herrschaften rechts von den zentralen Wappen des Bistums und des Fürstentunis Brixen in der Hofratswartestube steht links davon eine entsprechende Darstellun- der – mit Ausnahme von Feldthurns – ohne Unterbrechung unter der Regierung der Fürstbischöfe verbliebenen Herrschaften gegenüber. Namentlich sind dies die Herrschaften Brixen, Salern, Pfeffersberg. Feldthurns, Klausen und Säben, Niedervintl, Bruneck, Antholz, Lüsen, Thurn (an der Gader), Buchenstein, Eves (= Avisio bzw. Fassa), Anras, Veldes (in Kram bzw. Slovenien) u. a. – Dieses kombinierte heraldisch – verbale Verzeichnis in Wappenbild und Wort läßt also sehr deutlich erkennen, dass im Brixncr Becken nach 1300 bzw. seit der Wiedergewinnung von Feldthurns 1497 nur die rechte Talseite fürstbischöflich verblieben war, während die Gerichte oder Herrschaften links des Eisacks bereits seit den Tagen Meinhards II. tirolisch-landesfürstlich regiert wurden. Die noch fürstbischöflich verbliebenen Herrschaften wurden dann im Zuge der Auflösung des geistlichen Fürstentums im Jahre 1803 mit der Grafschaft Tirol vereinigt.

Drei Jahre später gelangtcn alle Herrschaften des Brixner Beckens, ebenso wie die ganze Grafschaft Tirol infolge der Bestimmungen des Prcßburger Friedens vom Dezember 1805 an das von Kaiser Napoleon I. Gnaden mit Wirkung vom I . Jänner 1806 neu errichtete Königreich Bayern.

Es wäre nun allerdings irrig zu glauben, dass das Brixner Becken erst durch die Einbeziehung in die Bayerische Herrschaft der Jahre 1806 bis 1814 seinen Anteil an kriegerischen Ereignissen der Tiroler Geschichte mitzutragen gehabt hatte. Vielmehr haben sich alle Stadt- und Landgerichte des Brixner Beckens, ob fürstbischöflich oder tirolisch-landesfürstlich, seit 1499 an allen Einsätzen der Tiroler Landesverteidigung mit vollem Einsatz beteiligt, zumal das Fürstentum seit den Tagen Kaiser Maximilians I. (in Tirol 1490-1519) mit Tirol konföderiert war. Beim Einfall des bayerischen Kurfürsten im Jahre 1703 erreichte der Kriegslärm sogar die Nordgrenze des Fürstentums beim Brixner Kläusl, welche Peter Anich auf seiner Tirol-Karte von 1766/1774 noch eigens eingezeichnet hat. Im Frühjahr 1797 haben die französischen Revolutionstruppen von Süden her Brixen erreicht, mußten sich jedoch nach der erbitterten Gegenwehr der Tiroler Landesverteidiger unter Dr. Philipp v. Wörndle am 2. April in Spinges fluchtartig durch das Pustertal zurückziehen. Damals sowohl als auch noch in den Jahren 1809 und 18 13 kam es bekanntlich auch bei der Mühlbacher Klause, der Ostgrenze des Brixner Beckens sowie bei der Ladritscher Brücke, der südlichen Grenzmarke des „Wipptales”, zu schweren Kämpfen.

Besonders zu leiden aber hatte die ländliche Bevölkerung des gesamten Brixner Beckens, von Milland bis Vahrn und vom Pfeffersberg bis Elvas, unter der rücksichtslosen, generellen Brandlegung aller bäuerlichen Gehöfte am 6. Dezember 1809 durch die französische Soldateska am Ende der in Blut und Tränen erstickten Erhebung Tirols -egen die bayerisch-französische Herrschaft. Zahlreiche Denkstätten (am Domplatz in Brixen, beim Wirt an der Mahr, in St. Leonhard etc.) erinnern noch heute an die damaligen Exekutionen und an die schrecklichen Tage, die in jenen kalten Dezembertagen über das Land hereingebrochen sind. Die Stadt Klausen konnte damals durch die Intervention ihres Bürgermeisters Josef Anton Prelath Edlen von Kaltenburg in letzter Minute vor Brandschatzung und Verwüstung bewahrt werden.

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Historische Gestalten

Die Franzosenzeit in Pardell

Gegen Ende des 1. Koalitionskrieges 1796 wollte Frankreich Österreich in die Knie zwingen. Napoleon zwang die Österreicher unter General Wurmser sich in Mantua zu verschanzen. Das grausame Vorgehen der Franzosen ließ die Tiroler erschrecken. Es wurde berichtet von Erpressungen, Diebstählen, Plünderungen, Kirchenschändungen und Vergewaltigungen.

Im Angesicht dieser Gefahr wurde am 1. Juni 1796 in Bozen das Gelöbnis mit dem Herzen Jesu gemacht. Gleichzeitig wurde beschlossen, das verbriefte Recht der Selbstverteidigung zu beanspruchen und den Landsturm aufzubieten.

Bereits im Sommer 1796 rückten die Franzosen durch das Lagertal (südliches Etschtal) vor, wo sie bereits mit Tiroler Schützen, darunter auch Villanderer, in Berührung kamen.

Am 2. Februar fiel Mantua und das französische Heer rückte unter Joubert gegen Tirol während Napoleon über Friaul nach Norden zog. Österreich konnte das Vorrücken nicht mehr aufhalten, jedoch verzögern. Am 20. März waren die Franzosen bereits in Salurn und am 23. März in Bozen.

Südlich von Klausen am Rabensteiner Kofl leisteten Villanderer und Latzfonser erbitterten Widerstand. Sogar die Frauen beteiligten sich. Noch am selben Tag jedoch, 24. März, wurde Klausen besetzt und ein Vortrupp erreichte Brixen.

In Klausen kam es sofort zu Plündereien. Auch in Säben tauchten Plünderer auf. Da am 26. März eine Abteilung von 1 000 Mann nachrückte und darunter auch ein Kommandant herrschte von nun an Ruhe.

Am 31. März wurde in Sterzing unter dem Vorsitz von F.M.L. von Kerpen und G.M. von Laudon der Plan für die Landesverteidigung am 2. April entworfen. Gegen Abend des 1. April erhielten die Latzfonser, Villanderer und Feldthurner von G.M. Laudon Meldung vom bevorstehenden Kampf.

Am Morgen des 2. April bewaffneten sich die Männer und Frauen mit allen Mitteln zum bevorstehenden Kampf. Unterdessen tobte in diesem Tag bei Spinges ein mörderischer Kampf mit 103 Toten und 85 Verletzten auf der Seite der Tiroler.

Die tapferen Mädchen und Weiber von Villanders wurden später in der königlich-kaiserlichen Hofkanzlei in Wien mit ein paar Jahren Verspätung mit einem hochoffiziellem „Belobigungsdekret” ausgezeichnet.

Am 3. April war es soweit. Gegen 5 Uhr rückte ein Trupp Franzosen Richtung Pardell, doch die wehrhaften Männer und Frauen konnten den Angriffen stand halten. Die Franzosen mussten Verstärkung holen. Da mischte sich jedoch der Kaplan Schweiggl ein. Er lud die Herren um Hptm. Renard zum Essen ein und erklärte die Lage der Bauern:

“Man kämpfe, um Familie und Eigentum vor den raubsüchtigen Soldaten zu schützen und weil man über die Plünderungen von Kirchen und Kloster Säben erbost sei.”

Der Kaplan versicherte daraufhin den Bauern für die Zukunft die volle Sicherheit zu gewährleisten.

Die Bauern hatten von Laudon den Auftrag keinen Feind auf die Höhen hinaufzulassen. Sie sahen es als Pflicht für Glaube, Fürst und Vaterland zu kämpfen. Dieses Ziel war durch den Friedensvertrag erreicht. In Zukunft durfte sich kein Franzose auf den Anhöhen um Klausen blicken lassen.

Die Anführer der Bauern waren:

Eisenstecken, Plattner in Verdings;
Bartholomäus Unterthiner, Velsiner und der Wirt Rauter in Latzfons.
Unter dem „Weibervolk“ zeichnete sich im Besonderen Margaretha Prantnerin aus.

Auf Beschluss der Landstände vom 10. August 1997 erhielten die Schützen von Latzfons, Verdings und Pardell je eine eigene Fahne mit dem fürstlich-brixnerischen und dem tirolerisch-landschaftlichen Wappen und der darauf hängenden Ehrenmedaille, der Schütze Anton Püchler die kleine Medaille.
Peter Mayr und der Kampf um Tirol

Dem für Tirol unglücklichen Ausgang der „Dreikaiserschlacht“ bei Austerlitz im Jahre 1805 ist der darauffolgende Friede von Pressburg zuzuschreiben, in dem Österreich harte Bedingungen mit Napoleon eingehen musste. Zu den Gebietsabtrennungen zählte auch Tirol.

Die Tiroler waren mit ihrem ausgeprägten, religiös untermauerten Heimatbewusstsein und ihrer traditionsverbundenen Treue zum Kaiserhause Habsburg mit den Pressburger Bestimmungen nicht einverstanden. Der Tiroler erkannte immer mehr, dass er, gestützt auf seine eigene Kraft, den aktiven Widerstand auslösen müsse.

Vor allem Wirte bekundeten großes Interesse für den Aufstand. So auch Peter Mayr. Er ist spätestens seit 1807 im gleichen Atemzug mit den übrigen Hauptleuten der bevorstehenden Erhebungen zu nennen.

Im Herbstmonat fand sich nämlich ein geheimer „Nationalkonvent“ zusammen. Dabei wurde vereinbart, die bayerischen, aus der Aufklärung stammenden Neuordnungen, die in vielen Gebieten im Land hartnäckig und ohne Kompromisse eingeführt worden waren, nicht mehr zu akzeptieren und so bald wie möglich einen Widerstand mit Waffengewalt wieder die unbeliebten Bayern und Franzosen zu inszenieren.

Peter Mayr, der Wirt an der Mahr, geboren im Jahre 1767, am Maria-Himmelsfahrts-Fest, auf dem Köhlhof in Siffian (Ritten). Er wurde bekannt als „Mann mit vollkommener Gottesliebe“ und „Märtyrer der Wahrheit“.

Um 1800 erwarb er das südlich von Brixen gelegene Quireinhaus, ein Gasthaus mit angrenzender Landwirtschaft, damals schon bekannt unter dem Namen „Wirtshaus an der Mahr“.

Im April 1809 griffen die Tiroler mit Unterstützung vom Hause Habsburg in Innsbruck die feindlichen Besetzer an. Peter Mayr kämpfte damals als Stürmer mit. Da Andreas Hofer sich darauf in der Gegend um Sterzing versteckt hielt, gelang es Peter Mayr in der Gegend um Brixen Schützenkompanien zu sammeln. Der Kapuzinerpater Joachim Haspinger hatte ihm dabei sehr geholfen.

Künftig war Peter Mayr Kommandant der Eisacktaler Schützen. Bei der folgenden Bergiselschlacht am 13. August bildeten die Schützen Mayrs mit denen von Haspinger das Zentrum.

Die Loslösung von Frankreich/Bayern konnte jedoch nicht erreicht werden, der Wunsch der Rückkehr zu Österreich blieb unerfüllt. Österreich konnte Tirol nach dem Schönbrunner Frieden (Oktober 1809) keine Unterstützung mehr zukommen lassen.

Der Racheakt der Franzosen war fürchterlich. Höfe wurden eingeäschert, Menschen schikaniert und die Anführer der Freiheitskämpfe gefangen genommen und hingerichtet.

Peter Mayr brachte es nicht über das Herz das geliebte Heimatland zu verlassen und ins Ausland zu fliehen. Er wurde 1810 steckbrieflich gesucht und von Johann Pichler, Wöhrmaurer zu Feldthurns verraten.

Am 14. Februar wurde Mayr das erste Mal zum Tode verurteilt, am 19. Februar zum zweiten Mal, obwohl von Seiten der Franzosen die Verschonung zugesichert wurde. Vor dem Gericht sollte Peter Mayr sein Wissen vom Schönbrunner Frieden und vom Vizeköniglichen Patent in Abrede stellen, was für ihn einen Freispruch bedeutet hätte. Der Mahrwirt tat dies nicht.

Trotz Flehen der Ehefrau und des Bruders blieb Mayr bei der Wahrheit! Daraufhin wurde er am 19. Februar einstimmig zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung folgte am Tag darauf auf der Holzreife in Bozen.

In den Jahren um 1900 erreichten die Peter-Mayr-Ehrungen mit der Errichtung von Denkmälern in Siffian, Bozen und Brixen den Höhepunkt. Trotzdem ist der Mahrwirt bis heute nicht in den ihm zustehenden Rang der Tiroler Freiheitspatrioten vom Jahre 1809 integriert worden.

Conrad-von-Hötzendorf-Denkmal in Lajen-Ried

Nach dem Kriegseintritt Italiens am 23. Mai 1915 war das Österreichische Heer gezwungen in kürzester Zeit eine Front aufzubauen um den erforderlichen Nachschub sicher zu stellen. Da die damals bestehende Straße zwischen Weidbruck und Gröden zu eng war und ein Gefälle von 18 Prozent war ein unverzügliches Handeln gefragt.

Das Landesverteidigungskommando kaufte dem Bozner Ingenieur Josef Riehl das Projekt für eine Lokalbahn Klausen-Gröden ab. Mitte September 1915 wurde mit dem Bau begonnen, am 5. Februar 1916 war die 31,4 km lange Strecke von Klausen nach Plan fertig.

Conrad von Hötzendorf, Generalstabschef der gesamten bewaffneten Macht der Monarchie von 1912 bis 1917, hatte den Bau der Grödner Bahn bereits vor dem Krieg aus strategischen Gründen gefordert und ihn dann unterstützt. Ihm zu Ehren wurde ein Viadukt im Lajener Ried benannt.

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Schützenbezirk Brixen

Die Entwicklung des Schützenwesens im Bezirk Brixen

Die jahrhundertlange Tradition des Tiroler Schützenwesens wurde im Süden Tirols in der Zeit der Unterdrückungspolitik der Faschisten strengstens verboten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg nahmen die ersten Schützenkompanien allmählich wieder ihre Tätigkeit auf.

Die erste im Bezirk war die Kompanie Latzfons, die auch in der Zeit zwischen 1920 und 1945 eine ununterbrochene Hauptmannfolge aufweist und nach dem Krieg sofort wieder ausrückte. Die Kompanien Weitental (1946 – heute Bez. Pustertal), Lüsen (1948), Pfunders (1949 – heute ebenfalls Bez. Pustertal), Vahrn (1953) und St. Andrä (1955) waren die nächsten, die wieder gegründet wurden.

Mitte der 50er Jahre wurde der damalige SVP-Bezirksobmann Johann Jöchler aus Vahrn ersucht, einige Tiroler Trachtengruppen für einen Festzug in München zu gewinnen. Es gelang ihm, die Schützenkompanie Vahrn, Abordnungen aus Lüsen, Neustift, Spinges, Pfunders, Latzfons, Villanders und St. Andrä zu organisieren. Dies war einer der ersten größeren Aufmärsche von Südtirolern nach dem Ersten Weltkrieg, der zudem in der Presse ein großes Echo fand.

Am 2. März 1958 wurde in Bozen der Südtiroler Schützenbund gegründet, wobei Latzfons, Lüsen, Vahrn und Villanders als Gründungsmitglieder aufscheinen. Noch im selben Jahr wurde der Bund in Bezirke aufgeteilt. Zum Bezirk gehörten die Kompanien Vahrn, Spinges, Lüsen, St. Andrä, Villanders, Latzfons, Weitental und Pfunders. Der erste Bezirksmajor war Johann Jöchler aus Vahrn.

Bereits 1958 bzw. 1959 wurden die Schützenkompanien Afers, Schalders, Neustift, Natz, Schabs, Lajen und Rodeneck wiedergegründet.

Beim großen Festumzug am 13. September 1959 in Innsbruck führte der von 1959 bis 1960 dem Bezirk vorstehende Bezirksmajor und Hauptmann der Kompanie „Peter Kemenater“ von Schabs Ferdinand Falk die Schützen des Bezirkes an. Ing. Bruno Kusstatscher, der erste Hauptmann der 1960 wiedergegründeten Kompanie „Peter Mayr“ Brixen war 1960 bis 1969 zugleich auch Bezirksmajor.

1969 entstand eine Kompanie in Villnöß, 1970 in Feldthurns, 1971 in Vintl (heute Bez. Pustertal), 1975 in Mühlbach, 1978 in Klausen, 1978 ein Schützenzug in St. Peter-Lajen und 1981 die Kompanie Meransen (die Musikkapelle Meransen besteht bereits seit 1928 und nennt sich seit 1972 als Schützenkapelle).

Zur Zeit der Sprengstoffanschläge in den 60er Jahren war das Ausrücken der Schützen verboten. Es kam sogar zu Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von Schützen. Das verhängte Verbot des Ausrückens galt bis zum Herbst 1967 und bis 1969 war es untersagt die Fahnen zu hissen und die Hüte mit Federn zu schmücken. Das Tragen der Gewehre und Säbel wurde erst im Jahre 2000 erlaubt.

Trotz dieser anfänglichen Schwierigkeiten gelang es, das Schützenwesen ständig auf- und auszubauen. Durch zahlreiche Feste, Vorträge und Weiterbildungen sowie durch kulturelle und soziale Tätigkeiten des Bezirks und der einzelnen Kompanien konnte das Schützenwesen im Bezirk gefestigt werden.

BezirksleitungSchützenbezirk Brixen

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Bezirksleitung

Bezirksmajor
Mjr. Florian Lechner
Greiteneggweg 4, Meransen
39037 Mühlbach
mobil: +39 349/3522073
info@schuetzenbezirk-brixen.com
Schützenkompanie Meransen

Bezirksmajor-Stellvertreter
Hptm. Martin Frener
Afers 278
39042 Brixen
mobil: +39 346/5437473
Schützenkompanie Afers

Bezirksbeirat
Ehptm. Hubert Larcher
Schützenkompanie St. Andrä

Bezirksbeirat
Oltn. Franz Oberhofer
Schützenkompanie Meransen

Bezirksbeirat
Ltn. Matthias Wieser
Schützenkompanie Afers

Schriftführer/in
Mark. Miriam Oberhofer
Schützenkompanie Rodeneck

Bezirkskulturreferent und Bezirkskassier
E.Mjr Josef Kaser
Schützenkompanie “Rosenthal” Lüsen

Bezirksfähnrich
Fhr. Erich Tschisner
Schützenkompanie “Frenner und Ganeider” Villnöss

Bezirks- Schießleiter und Zeugwart
Obltn. Daniel Unterthiner
Schützenkompanie „ Peter Mayr“ Brixen

Bezirks- Jungschützenbetreuer
Lt. Manuel Fischnaller
Schützenkompanie Klausen

Pressereferentin und Betreuung der Homepage
Mark. Sonja Oberhofer
Schützenkompanie Meransen

Bezirks- Marketenderinnen-Betreuerin
Mark. Viktoria Stampfl
Schützenkompanie Rodeneck

Exerzierreferent
Ltn. Albin Huber
Kompanie “ Anton von Gasteiger” Villanders

Kassarevisoren
Hptm. Augustin Schrott
Schützenkompanie Lajen
Obltn. Sepp Regele
Schützenkompanie St. Andrä

Bezirksleitung Schützenbezirk Brixen

KompanienSchützenkompanien im Bezirk Brixen

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Schützenkompanie Peter Mayr Brixen

Jahr der Wiedergründung
1960
Hauptmann
Thomas Mitterrutzner
Oberleutnant
Daniel Unterthiner
E-Mail: tom.mitterrutzner@gmail.com

Schützenkompanie Peter Mayr Brixen

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Schützenkompanie Neustift

Jahr der Wiedergründung
1958
Hauptmann
Daniel Oberegger
Oberleutnant
Fabian Kraler
E-Mail: golioberegger@gmail.com

Schützenkompanie Neustift

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Schützenkompanie Vahrn

Jahr der Wiedergründung
1953
Hauptmann
Werner Burger
Oberleutnant
Walter Kofler
E-Mail: Hauptmann.skvahrn@gmail.com
Homepage: www.schuetzen.com/skvahrn

Schützenkompanie Vahrn

9
Schützenkompanie Schalders

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Matthias Steinmann
Oberleutnant
Hubert Faller
E-Mail: matthias.steinmann@live.it

Schützenkompanie Schalders

9
Schützenkompanie St. Andrä

Jahr der Wiedergründung
1955
Hauptmann
Georg Prosch
Oberleutnant
Armin Frener
E-Mail: schuetzen@standrae.eu

Schützenkompanie St. Andrä

9
Schützenkompanie Afers

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Martin Frener
Oberleutnant
Lukas Prader
E-Mail: mfh.afers@gmail.com

Schützenkompanie Afers

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Schützenkompanie Rosenthal Lüsen

Jahr der Wiedergründung
1948
Hauptmann
Herbert Federspieler
Oberleutnant
Albert Ploner
E-Mail: info@schuetzen-luesen.com
Homepage: www.schuetzen-luesen.com

Schützenkompanie Rosenthal Lüsen

9
Schützenkompanie “Frenner und Ganeider” Villnöss

Jahr der Wiedergründung
1969
Hauptmann
Peter Runggatscher
Oberleutnant
Matthias Lambacher
E-Mail: peter.runggatscher@provinz.bz.it
Homepage: www.schuetzen-villnoess.com

Schützenkompanie “Frenner und Ganeider” Villnöss

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Schützenkompanie Lajen

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Augustin Schrott
Oberleutnant
Michael Innerebner
E-Mail: gustlschrott@hotmail.com

Schützenkompanie Lajen

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Schützenkompanie Pater Haspinger Klausen

Jahr der Wiedergründung
1978
Hauptmann
Fabian Baumgartner
Oberleutnant
Georg Unterthiner
E-Mail: fabian-baumgartner@gmx.net

Schützenkompanie Pater Haspinger Klausen

9
Schützenkompanie “Anton von Gasteiger” Villanders

Jahr der Wiedergründung
1958
Hauptmann
Hannes Rabensteiner
Oberleutnant
Hannes Gasser
E-Mail: info@schuetzen-villanders.com
Homepage: www.schuetzen-villanders.com

Schützenkompanie “Anton von Gasteiger” Villanders

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Schützenkompanie Latzfons

Hauptmann
Martin Pfattner
Oberleutnant
Christoph Mitterrutzner
E-Mail: gostmartin@alice.it

Schützenkompanie Latzfons

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Schützenkompanie Simon Rieder Feldthurns

Jahr der Wiedergründung
1970
Hauptmann
Meinhard Stockner
Oberleutnant
Markus Holzmann
E-Mail: meinhard.stockner@yahoo.de

Schützenkompanie Simon Rieder Feldthurns

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Schützenkompanie Alte Pfarre Natz

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Oswald Michaeler
Oberleutnant
Oliver Runggaldier
E-Mail: tanja-michaeler@hotmail.com

Schützenkompanie Alte Pfarre Natz

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Schützenkompanie Peter Kemenater Schabs

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Roland Seppi
Oberleutnant
Lukas Gasser
E-Mail Kompanie: Roland@seppi-gebhard.com
Homepage: www.kemenaterschuetzen.com

Schützenkompanie Peter Kemenater Schabs

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Schützenkompanie Markt Mühlbach

Jahr der Wiedergründung
1975
Hauptmann
Peter Oberhofer
Oberleutnant
Hannes Steger
E-Mail: oberhoferclaudia@yahoo.com

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Schützenkompanie Meransen

Jahr der Wiedergründung
1980
Hauptmann
Andreas Rieder
Oberleutnant
Franz Oberhofer
E-Mail: andreas.rieder@tip-top.it

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Schützenkompanie Katharina Lanz Spinges

Jahr der Wiedergründung
1959
Hauptmann
Richard Oberhuber
Oberleutnant
Paul Kiener
E-Mail: info@unterleitnerhof.it

Schützenkompanie Katharina Lanz Spinges

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Schützenkompanie Rodeneck

Jahr der Wiedergründung
1958
Hauptmann
Andreas Silgoner
Oberleutnant
Hannes Rabensteiner
E-Mail: info@putzer-hof.eu

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Schützenkapelle Meransen

Jahr der Gründung
1928
Obmann
Roland Stubenruss
Steinergasse 2
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Schützenkapelle MERANSEN

AufgabenAufgaben des Schützenbezirks

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§ 2 der Statuten des Schützenbundes

Zweck des Bundes und der ihn angeschlossenen Schützenkompanien sowie Schützenkapellen ist:

Die Treue zu Gott, Festhalten am christlichen Glauben – überlieferter Väterglaube – und am geistig- kulturellen Erbe der Vorfahren

Der Schutz der Heimat und der Tiroler Lebens- und Wesensart

Die Einheit des Landes Tirol, die beispielgebende Ausübung der Rechte und Pflichten der Südtiroler zur Erhaltung der Tiroler Wesensart und zur Existenzsicherung der deutschen und ladinischen Volksgruppe in der angestammten Heimat

Die Freiheit und Würde des Menschen

Die Pflege des Tiroler Schützenbrauchs, der heimatlichen Trachten und der heimatlichen Landschaft und Natur

Aus diesen Zielsetzungen lassen sich eine Reihe von volkstumspolitischen, kulturellen und solidarische Aufgaben ableiten. Wir laden Sie herzlich ein, diese auf der Internetseite des Südtiroler Schützenbundes unter “Statuten” genauer kennen zu lernen.

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Funktion des Schützenbezirkes im Bund

Der Schützenbezirk Brixen im Südtiroler Schützenbund

Der Südtiroler Schützenbund mit seinen ca. 140 Mitgliedskompanien- und Kapellen ist in sieben Bezirke gegliedert, welche im Wesentlichen die Funktion als Bindeglied im Willensbildungsprozess und im Informationsaustausch zwischen Bund und Kompanien ausüben.

In Organisatorischer Hinsicht sieht das SSB- Statut für die Bezirke folgende Funktionen vor: Die Bezirksversammlung, bestehend aus der Bezirksleitung und den Hauptleuten bzw. deren Stellvertreter oder Delegierten als Kompanievertreter,

  • <wählt den Bezirksmajor, der Sitz und Stimme in der Bundesleitung, dem obersten Leitungsgremium des Bundes hat
  • bestimmt die Delegierten des Bezirkes (einen je 5 Kompanien), die Sitz und Stimme im Bundesausschuss haben
  • gibt ein verbindliches Gutachten bezüglich der Aufnahme in den Bund einer Kompanie aus dem Bezirk ab
  • macht Kandidatenvorschläge für die Wahl des Landeskommandanten und der weitern in der Bundesversammlung zu wählenden Mitglieder der Bundesleitung.

Nicht weniger wichtig und viel aufwendiger und umfangreicher sind aber die Aufgaben des Bezirkes und der Bezirksleitung, welche in der Umsetzung der Programme und Veranstaltungen des Bundes gleichwie in der Koordinierung und Unterstützung der Mitgliedskompanien in ihrer Tätigkeit anfallen.

TätigkeitenEigene Aufgaben und Initiativen

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Tätigkeiten

Die Einsatzfreude und die Gestaltungskraft der verantwortlichen Offiziere und Referenten der Bezirksleitung und der Bezirksversammlung ist vor allem dann gefragt, wenn es die Ziele des Schützenwesens auch mit eigenen Ideen und Initiativen der Bezirke zu verwirklichen gilt.

Dabei habe sich im Schützenbezirk Brixen in den letzten Jahrzehnten im Einsatz für die Tiroler Heimat folgende Schwerpunkte herauskristallisiert:

Erhaltung und Restaurierung alter Kulturgüter

Wachhalten der Erinnerung an historische Ereignisse und Persönlichkeiten durch würdige Gedenkfeiern

Aufarbeitung der Geschichte und Vermittlung des Tirolbewusstseins durch die Herausgabe von Schriften

Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten durch Schulungen, Vorträge und Ausstellungen

Förderung der Verbundenheit mit dem Vaterland Österreich, dem deutschen Kulturraum sowie mit den ehemals in der Donaumonarchie verbundenen Ländern durch Lehrfahrten

Wachhaltung der Schützentradition und Pflege der Kameradschaft durch Bezirksfeste, -bälle und -tage, gleichwie durch Bezirksschießen und Rundenwettkämpfe

Pflege des kirchlichen Brauchtums und Teilnahme an kirchlichen Feiern

Sehr geehrte Besucherin, werter Besucher,

wir laden Sie ein, sich in den verschiedenen Seiten unserer Homepage ein Bild davon zu machen, wie der Bezirk diese Schwerpunkte in seiner Tätigkeit im laufe eines Jahres im Einzelnen umzusetzen versucht und wir bitten Sie, uns in unserem Einsatz für Heimat und Glaube wohlwollend zu begleiten.

Tirol ist nur ein kleines Land, das Herzstück der Alpen nennt man es. In der Donaumonarchie war es nur eines der Kronländer.

Dem Schützenbezirk Brixen, war, und ist es weiterhin ein Anliegen unsere Nachbarn in Mitteleuropa zu besuchen, Land und Leute kennenzulernen.

Durch diese Bildungsfahrten sehen wir unsere Heimat in größeren Zusammenhängen, ein erweitertes, offeneres Weltbild ist die Folge.

Hier eine Aufstellung in Kurzform der 21 Lehrfahrten:

1986 ging die erste Lehrfahrt im November in die Bundeshauptstadt Wien mit 50 Teilnehmern mit dem Schwerpunkt Wien kennen zu lernen.

Im April 1988 war die 2. Wienfahrt auf dem Programm, wo wir vom Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim empfangen wurden.
Zum 50 jährigem Gedenken an die Option besuchten wir 1989 unsere ausgewanderten Landsleute mit 50 Personen mit einem Tiroler Abend in Salzburg.

50 Personen besuchten im Rahmen einer Lehrfahrt im Oktober 1990 das Kanaltal.

Als der eiserne Vorhang durchlässiger wurden, war vom 25. -28. April 1991 eine Studienfahrt nach Budapest geplant, wo wir vom damaligen Staatspräsidenten Abath Gönz empfangen wurden sowie einen Empfang in der Österreichischen Botschaft hatten.
1992 eine Fahrt mit 50 Personen in die Goldene Stadt Prag, wo wir vom Erzbischof sowie vom Österreichischen Botschafter empfangen wurden und das Denkmal in Königgrätz besuchten.

1993 war im April eine Reise nach Ungarn auf dem Programm mit Besuch des Kaiserin Elisabeth Denkmals in Vezeprin, Heeresmuseum, Kathedrale in Estergon sowie ein Empfang vom höchsten Militär- Vertreter.

1993 gab es neuerdings eine Lehrreise nach Wien, diesmal für die Jungschützen.

Aufgrund der fleißigen Beitrags- Suche des Majors, war dies 4 – Tages Fahrt für 50 Personen beinahe umsonst. Durch Beziehungen zu Hofrat Erik Engel war es möglich, dass die Jungschützen in der Hofburg vom damaligen Bundespräsident Dr. Thomas Klestil empfangen wurden

Auf den Tag genau zum 50 jährigen Gedenken des Attentats am 23.03.2944 in der Via Rasella in Rom ein Totengedenken im Soldatenfriedhof von Pomezia mit vorherigem Empfang von Papst Johannes Paul im Rahmen der Generalaudienz im Petersdom, wo zum ersten Mal Tiroler Schützen einmarschierten.

1995 zum 50 jährigen Gedenken der Bombardierung Dresdens zum 1. Mal mit einem Doppeldecker, der 74 Leuten Platz bot.
1996 ging die Lehrfahrt auf Einladung des EU- Parlamentariers Dr. Michl Ebner nach Straßburg mit Empfang im Parlament und Besichtigungen und an einem Tag besuchten die 70 Personen auch Elsass.

Zum Abschluss des Herz Jesu Gedenkjahres mit dem Päpstlichen Segen sowie der Seligsprechung der Tiroler Pfarrer Otto Neururer und Pater Jakob Gapp vom 21. bis 24. November 1996 waren 120 Personen in Rom dabei.

1997 im April eine Studienfahrt nach Oberösterreich mit dem Schwerpunkt Stift St. Florian – Melk usw. mit 60 Personen.
Zum 80 jährigen Gedenken an die 12. Isonzo Schlacht eine Gedenkfahrt vom 22. 24. Oktober 1997 mit 120 Personen mit Totengedenken in Soca und Front- Besichtigung.

Im April 1998 eine Lehrfahrt wiederum nach Wien anlässlich des 100 Todesjahres von Kaisern Sissi mit 70 Personen für 4 Tage.

Zum 80 jährigen Gedenken eine Flugreise mit 80 Personen nach Lemberg, dort Friedhofsbesuch in Hijcze und weiterer Sehenswürdigkeiten. Teilnehmer aus ganz Tirol.

1999 ging die Fahrt für 4 Tage nach Rieti, wo der Soldatenfriedhof von Montecasino und das Kloster Monte Casino besucht wurden und in Rom das Senatsgebäude usw. mit 120 Personen.

Im Jahr 2000 fuhren wir wieder mit 70 Personen nach Dresden, wo wir in der Frauen- Unterkirche schon einen Gottesdienst hatten.

Im Jahr 2001 besuchten wir mit 100 Teilnehmern für vier Tage Slovenien

Im April 2002 war unsere Patenstadt Regensburg an der Reihe. Unsere Gruppe mit 100 Personen wurde vom Oberbürgermeister im prunkvollen Rathaussaal empfangen.

Bei der Heiligsprechung von Pater Josef Freinademetz auf dem Petersplatz in Rom war unser Bezirk am 03.10.2003 mit 80 Personen dabei.

Ebenso war es für uns Schützen eine Ehre, bei der Seligsprechung am 05.10.2004 unseres letzten Kaisers Karl I. mit 50 Personen dabei zu sein, um die Verbundenheit zum Österreich und zum Hause Habsburg zu beweisen

Dies waren 21 Lehr- Gedenk- oder Studienreisen, wo immer auch Teilnehmer außerhalb unseres Bezirkes dabei waren. Dass unsere Fahrten begehrt sind, beweist die kommende Lehrfahrt vom 22. – 25. April 2006 nach Dresden, die innerhalb von zwei Wochen mit 70 Personen ausgebucht ist.

Aktuelles Tätigkeiten

SchießwesenSchießleitung des Schützenbezirks Brixen

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Schießleitung

Seit 23 Jahren bin ich Marketenderin, zuerst in der Kompanie Toblach und dann in Meransen, von 2011 bis Anfang 2018 war ich Bezirksschießleiterin. Sportschießen oder auch Schießsport ist international der sportliche Umgang mit Schusswaffen. Sportliches Schießen bedeutet Schießen nach bestimmten Regeln, die Waffe wird dabei – entgegen ihrem militärischen oder jagdlichen Ursprung – als Sportgerat verwendet.

Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Schießscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen), zu treffen. Dies erfordert Training, sowohl körperliches als auch mentales. Oft werden diese Belastungen unterschätzt und Schießen gelegentlich nicht als Sport anerkannt.

Die Ringanordnung auf einer Schießscheibe wird „Spiegel“ genannt, in den meisten Disziplinen handelt es sich um Ringscheiben, bei denen maximal zehn Ringe erreicht werden können. Je naher man die Treffer in der Mitte platzieren kann, umso mehr Ringe erhält der Schütze. Im Finale wird jeder Ring noch mit „Zehntel“ unterteilt, damit es nicht zum Gleichstand kommt. Es gibt auch noch eine Teilerwertung. In der Regel werden beim Sportschießen Wettkampfe mit, je nach Disziplin und Altersklasse, 20, 30, 40 oder 60 Schuss geschossen. Es werden dabei in der Regel einzelne Zehnerringscheiben verwendet, in Wettkämpfen mit dem Luftgewehr jedoch seit einiger Zeit fast ausschließlich Scheibenstreifen, die mit jeweils 10 oder 5 Spiegeln versehen sind. Auch werden jetzt oft elektronische Anlagen verwendet. Bei Luftpistole werden 5 Schuss auf eine Scheibe geschossen.

Seit der Jahrtausendwende kommen immer mehr elektronische Messverfahren auf den Markt. Infrarot-Lichtschranken ergeben ein feines Netz, das den Durchtritt eines Geschosses mit hoher Auflösung und Genauigkeit bestimmt. Diese Messung ist deutlich präziser, als sich eine herkömmliche Papierscheibe drucken lasst und unabhängig von jeglicher Witterungsart.

Wir in unserem Bezirk haben ein Kleinkaliberstand und mehrere Schießstände auf Luftdruck. Jährlich wird der Rundenwettkampf organisiert, der auf 6 Standen stattfindet. Alle 2 Jahre wird ein Bezirksschießen veranstaltet: 2012 ein Gedenkschießen zum 50. Todestag vom Freiheitskampfer Anton Gostner, der am 7. Janner 1962 durch die Folterungen im italienischen Gefängnis verstorben ist. 2014 im Gedenken an die 75 Jahre Option ein Gedenkschießen mit feierlicher Eröffnung. Im Ladschreiben wurde auf deren Geschichte hingewiesen und die Festredner erwähnten in den Grußworten diese unselige Zeit.

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Freundschaftsschießen Regensburg – Brixen im September 2015

Die Freundschaft zwischen dem Schützenbezirk Brixen und dem Kreisschützenverband Oberpfalz/Donaugau Regensburg wurde mit einem Freundschaftsschießen aufgefrischt. Im Schiesstand der Sportschützengilde Brixen in Neustift wurden die Teilnehmer von der Bezirks-Schießleiterin Sonja Oberhofer willkommen geheißen und bei einem Grillfest von Oberschützenmeister Urban Zingerle bewirtet.

Mitglieder des Schützenbezirkes Brixen mit Major Helmut Oberhauser und Josef Kaser und vor allem die befreundeten Kompanien Brixen, Feldthurns, Latzfons, Lüsen, Lajen und Vintl kamen mit Freude auf den Schiesstand. Gauschützenmeister Manfred Wimber erschien per Bus mit einem Teil seiner Gauleitung, mit den Sektionsschützenmeistern Christian Berghammer von der Sektion Aubachtal und Sektionsschützenmeister Bernhard Schwenk mit Mitgliedern der befreundeten Schützenvereine „Stilles Tal“ Gras, „Zur grünen Au“ Oberisling und den „Eichenlaub“ Schützen aus Oberhinkhofen.

Die Mitglieder des Schützenvereins „Weihertaler“ Wenzenbach mit dem 1. Schützenmeister Bernhard Pielmeier kamen auf ihrer Südtirol- Reise in einem Bus extra am Schiesstand in Neustift vorbei, um am Schießen teilzunehmen. Das von der Bezirks-Schießleitung festgelegte Vergleichsschießen in K und K und Lattlschießen auf 195 möglichen Punkten, bei dem sich an die 80 Teilnehmer wettbewerblich und kameradschaftlich beteiligten, ergab folgendes Ergebnis:
Schützen:

1. Thomas Mitterrutzner, 2. Alfred Überwasserer, 3. Franz Josef Kaser, 4. Robert Ploner, 5. Rupert Wagner, 6. Philipp Rabanser, 7. Matthias Melzl, 8. Andreas Melzl, 9. Peter Unterfrauner, 10. Sepp Biberger.
Frauen:

1. Magdalena Berghammer, 2. Claudia Maier, 3. Helga Schuierer, 4. Sonja Oberhofer, 5. Marina Schober.
Die Preisverteilung fand im Rahmen eines fröhlichen Törggeleabends bei der Bezirks-Marketenderinnenbetreuerin Viktoria Stampfl im Gasthof Alpenrose in Rodeneck statt. Als Abschluss wurde am 2. Tag von Hartmuth Staffler eine lehrreiche Stadtführung in Brixen durchgeführt.

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2016 Gedenkschießen - 100 Jahre Kaiser Franz Joseph (1830–1916)

Zu diesem Anlass verfasste Bez.-Kulturreferent Josef Kaser das Ladschreiben. Der Schützenbezirk Brixen widmet das Bezirksschießen in ehrendem Gedenken unserem Vaterland Osterreich, insbesondere dem vor 100 Jahren verstorbenen Kaiser Franz Joseph.

Franz Joseph wurde am 18. August 1830 als Sohn des Erzherzogs Franz Karl von Osterreich und dessen Gemahlin Prinzessin Sophie Friederike von Bayern im Schloss Schonbrunn geboren. Da sein Onkel Ferdinand im Jahr 1848 die Regierung freiwillig abgab, wurde er mit 18 Jahren Kaiser.

Anlässlich eines Besuches des bayerischen Königs Ludwig in der kaiserlichen Sommerresidenz Bad Ischl lernte er dessen 16-jahrige Tochter Elisabeth kennen, die er am 24. April 1854 in Wien heiratete.

In seiner Regierungszeit gab es einen gewaltigen technischen Fortschritt, dem er nicht abgeneigt war. Es begann mit der Eisenbahn und führte bis zum Flugverkehr. Moderne Waffen und auch die Fotografie entwickelten sich. So war er damals auch der am öftesten fotografierte Mann der Welt. Ab 1867 wurde Franz Joseph auch König von Ungarn, wo sich seine Frau, Kaiserin Elisabeth, oft und gerne aufhielt. Franz Joseph kam auch gerne nach Tirol. Noch im Marz 1915 sagte er, für Welschtirol gehe er selbst noch in den Krieg.

Zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers wurde im Beisein seine jüngste Tochter Erzherzogin Marie Valerie der Grundstein für das Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläums-Spital in Brixen (Sanatorium) gelegt. Ebenso wurden damals viele Schulen in der Umgebung und andere kulturelle und soziale Einrichtungen in der ganzen Monarchie errichtet, so wie es der Kaiser gewünscht hatte. Um niemanden zu bevorzugen oder zu enttäuschen, war sein Spruch bei den Einweihungen: „Es war sehr schon, es hat mich sehr gefreut“.

Schwere Schicksalsschläge blieben Kaiser Franz Joseph nicht erspart. Seine erste Tochter Sophie Friederike verstarb 1857 im Alter von zwei Jahren. 1867 wurde sein Bruder Maximilian als Kaiser von Mexiko hingerichtet, 1889 beging sein Sohn Rudolf Selbstmord, 1898 wurde seine Frau, Kaiserin Sisi, in Genf von einem italienischen Anarchisten ermordet. Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand und dessen Gattin Sophie 1914 war schließlich der Anlass zum Beginn des Ersten Weltkrieges. Bereits vorher war in der großen Monarchie Unruhe aufgekommen. Viele forderten Neuerungen, das Militär dachte an Krieg, um die neuen Waffen einsetzen zu können, was im Ersten Weltkrieg schrecklich endete, der für uns die Zerreißung Tirols und das Ende unserer Jahrhunderte langen Zugehörigkeit zum Hause Habsburg mit sich brachte.

Wir schreiben aber nach wie vor Geschichte, indem wir zu unserem Vaterland Osterreich stehen. Getreu dem kaiserlichen Wahlspruch „viribus unitis“ (mit vereinten Kräften) wollen wir gemeinsam an unserer Tradition, unserer Kultur und unserem Glauben im Sinne des vor 100 Jahren verstorbenen Monarchen festhalten. Georg Unterpertinger aus Terenten hatte eine Ehrenscheibe mit dem Porträt von Kaiser Franz Joseph bemalt.

Zu den Höhepunkten der Schießveranstaltungen zahlt der alljährliche Rundenwettkampf im Janner und Februar, der abwechselnd in den verschiedenen Schießständen ausgetragen wird. Die Bedingungen sind für alle gleich. Es werden Mannschaften gebildet, die aus fünf Schützen oder Marketenderinnen bestehen, wobei die vier Besten gewertet werden. Es wird stehend freihändig und mit den jeweils vorhandenen Standgewehren des jeweiligen Kompanie-Schiesstandes geschossen. Der Rundenwettkampf ist bereits 1988 zu einem beliebten Treffpunkt in den jeweiligen Schießständen geworden.

Die Preisverteilung vom Rundenwettkampf 2017 fand beim Bezirkstag in Afers statt, jene von 2018 beim Bezirkstag am 4. Marz 2018 in der Cusanus Akademie.

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Schießleiterin & Endergebnisse

Aktuelles Schießwesen

Bezirksschießen 2019

Bezirksschießen-2019

Marketenderinnendes Bezirkes Brixen

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Marketenderinnen

Die Marketenderinnen des Bezirkes Brixen sind stets bestrebt, nicht nur in vorderster Reihe den Blick auf unsere Kompanien zu ziehen, sondern auch durch besondere Tätigkeiten die Aufmerksamkeit auf Tradition und Brauchtum zu lenken.

In den vergangenen Jahren ist es uns durchaus gelungen Veranstaltungen wahrzunehmen, die einen bleibenden Eindruck vermittelt haben, aber auch Kurse und Weiterbildung zu besuchen, die unsere Werteinstellungen gestärkt haben.

Erinnern wir uns gemeinsam zurück, so fallt uns doch eines sogleich auf: Den Marketenderinnen ist und war ihr schönstes Traditionsgewand, nämlich die Tracht, immer ein besonderes Anliegen, und dies hat die vergangenen Tätigkeitsjahre wie ein Leitfaden geprägt. Dementsprechend wurden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Lebendige Tracht verschiedene Trachtenvorführungen organisiert. Dabei wurden nicht nur die Besonderheiten und die Vielfalt der Trachten in unserem Bezirk hervorgehoben, sondern auch das korrekte Tragen und die Pflege der Tracht übermittelt. Stolz können wir auch auf unsere Marketenderinnen sein, die durchwegs als Vorbild für andere Trachtenvereine fungieren können, da sie stets darauf bedacht sind, die Tracht korrekt zu tragen. Dazu gehört auch die dementsprechende Frisur, wofür ein Abend mit Frisörinnen organisiert wurde. Es sei weiters erwähnt, dass sogar ein Nähkurs in diesem Zusammenhang besucht wurde, um selbst Reparaturen an der Tracht tätigen zu können.

Durch zahlreiche Exerzierproben, welche teilweise auch zusammen mit Offizieren organisiert wurden, konnten nicht nur neue Mitglieder der Marketenderinnen sich vorbereiten, sondern auch langjährigen Mitgliedern konnten Neuerungen nähergebracht werden und Unsicherheiten geklärt werden.

Das Freundschaftsschießen mit unserem Nachbarbezirk Pustertal zählt zur ersten Bezirk übergreifenden Veranstaltung. Ob es nun die angenehme Atmosphäre war oder der Ansporn, sich beim Schießen nur unter Marketenderinnen zu etablieren, sei dahingestellt, denn nichts desto trotz wurde diese Initiative als so positiv empfunden, dass auch weitere Freundschaftsschießen folgten.

Als ein sehr eindrucksvoller Tag sei die Lehrfahrt in das Konzentrationslager Dachau hervorzuheben.
Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, dieses Mahnmal des 2. Weltkrieges zu besichtigen. Dr. Luis Rastner begleitete uns an diesem Tage mit seinem geschichtlichen Wissen und übernahm auch die Führung in der Gedenkstatte.
Als ein besonderer Hohepunkt ist unser erster Marketenderinnenkalender zu nennen. Diesem Kalender sind unsere unterschiedlichen Trachten in den jeweiligen Kompanien zu entnehmen.

Es ist dies das erste Projekt, das die Zusammenarbeit der einzelnen Marketenderinnengruppen zum Ausdruck bringt. Dabei sei ein großer Dank allen Kompanien, die durch den Erwerb dieses Kalenders ihre Wertschatzung vermittelt haben, ausgesprochen.

Wichtig war uns Marketenderinnen auch, durch Vortrage, wie beispielsweise „Marketenderinnen damals und heute“ oder „Die Frau an Hofers Seite“ unseren geschichtlichen Ursprung und Hintergrund zu vertiefen.

Wie sehr wir unsere Marketenderinnen wertschätzen, zeigt auch die neu gestaltete 5-Jahres-Urkunde.
Aber ob es nun Veranstaltungen wie „Kochen nach alten Rezepten“, Blumensteck-, Kerzen-, Häkel- und Tanzkurse oder die Besichtigung einer Schnapsbrennerei in unserem Bezirk sind, um nur einige zu nennen, alle haben dasselbe Ziel: nämlich im Rahmen unserer Traditionen die Gemeinschaft zu starken und unser Heimatgefühl nach außen zu vermitteln.

Ich bedanke mich hiermit nicht nur für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung der letzten Jahre, sondern vor allem für den vielfaltigen Dienst, den die Marketenderinnen in den Kompanien leisten.

Gemeinschaftlich für unsere Interessen einzutreten und sich für unsere Tiroler Wertvorstellungen einzusetzen, wie auch bisher, wünsche ich uns.

Tragen wir unsere Tracht mit Stolz und seien wir uns stets unserer Verantwortung, die Tradition und die Geschichte unseres Landes zu verkörpern, bewusst.

Aktuelles Marketenderinnen

Jugendim Schützenbezirk Brixen

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Die Jugend

Die Jugend, bzw. die Buben in unsere Reihen aufzunehmen bzw. mitmarschieren zu lassen, ist uns Schützen schon seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. So hatte z. B. die Schützenkompanie Lüsen bereits 1951 zwei Buben als ständige Fahnenbegleiter. Zur 150-Jahrfeier nach Innsbruck sind diese Buben, weil ohne Ausweis, bei den Frauen unter den weiten Kitteln versteckt über den Brenner gefahren.

Im Bezirk hat die Jugendarbeit erst in den 80er Jahren konkret seinen Anfang genommen, obwohl seit den 70ern ein Jungschützenbetreuer in der Bundesleitung vertreten war.

Seitdem werden regelmäßig Lehrfahrten, Ausflüge, Zeltlager, Wanderungen und seit den Anfängen der 90er Jahre die Möglichkeit an der Teilnahme zum Erhalt des Jungschützenleistungsabzeichens organisiert.

Jungschützenarbeit ist wohl die wichtigste und verantwortungsvollste Aufgabe für das Schützenwesen. Die junge Generation ist es nämlich, die die Werte des Schützenwesens wie Glaube, Heimat, Tradition, Treue usw. weitertragen soll und für das Weiterbestehen der Schützenkompanien Ausschlaggebend sind.